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	<title>Projekt Archive - Projektassistenz-Blog</title>
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	<description>Das Fachblog für Projektassistenz und PMO</description>
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		<title>Stakeholder-Relationship-Management – Wie Sie effektiv kommunizieren</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Manuel Möll]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 26 Feb 2020 02:03:43 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Praxistipps]]></category>
		<category><![CDATA[Projektmanagement]]></category>
		<category><![CDATA[Projekt]]></category>
		<category><![CDATA[stakeholder]]></category>
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					<description><![CDATA[<p><img width="1732" height="1155" src="https://www.projektassistenz-blog.de/wp-content/uploads/2020/02/Stakeholder_1.jpg" class="attachment-post-thumbnail size-post-thumbnail wp-post-image" alt="" decoding="async" fetchpriority="high" srcset="https://www.projektassistenz-blog.de/wp-content/uploads/2020/02/Stakeholder_1.jpg 1732w, https://www.projektassistenz-blog.de/wp-content/uploads/2020/02/Stakeholder_1-150x100.jpg 150w, https://www.projektassistenz-blog.de/wp-content/uploads/2020/02/Stakeholder_1-300x200.jpg 300w, https://www.projektassistenz-blog.de/wp-content/uploads/2020/02/Stakeholder_1-768x512.jpg 768w, https://www.projektassistenz-blog.de/wp-content/uploads/2020/02/Stakeholder_1-1024x683.jpg 1024w" sizes="(max-width: 1732px) 100vw, 1732px" /></p>
<p><strong><a href="http://www.intelliExperts.de" target="_blank" rel="noreferrer noopener" aria-label="www.intelliExperts.de (öffnet in neuem Tab)">www.intelliExperts.de</a></strong> – &nbsp;Wie wird die Kommunikation mit Stakeholdern strategisch verwertbar und statistisch auswertbar? Das Stakeholder-Relationship-Management (SRM) hilft Ihnen dabei. Wir zeigen die wichtigsten Aspekte zum SRM auf. </p>
<p><span id="more-3518"></span></p>
<p>Stakeholder-Relationship-Management ist nichts Neues im<br />
Bereich des Projektmanagements. Ziel des SRM ist es, die Stakeholder durch&nbsp; Kommunikation über die Auswirkungen der<br />
Unternehmensstrategie auf den Wert der Stakeholder zu überzeugen. </p>
<p>Ein Stakeholder ist eine Person, die aus den unterschiedlichsten<br />
Gründen Interesse am Projekterfolg – manchmal auch am Scheitern – hat.<br />
Stakeholder können entweder direkt oder indirekt Einfluss auf Ihr Projekt<br />
ausüben. Als Stakeholder gelten nämlich nicht nur die Eigentümer (Shareholder),<br />
sondern auch Personen aus dem Unternehmen (Bereichs- und Abteilungsleiter),<br />
externe Partner / Lieferanten und auch Politiker (Unternehmen aus dem<br />
öffentlichen Bereich).</p>
<p>Man soll ihnen verdeutlichen, dass sie langfristig ihr<br />
Vertrauen und ihre Ressourcen im richtigen Unternehmen und im richtigen Projekt<br />
platziert haben. Im Rahmen des SRM-Prozesses spielt die Qualität der<br />
Kommunikation mit den Stakeholdern eine entscheidende Rolle und beeinflusst<br />
direkt den Unternehmenswert.&nbsp; </p>
<p>Dabei stellt die Kommunikation nach wie vor den Schlüssel<br />
zur Regulierung der Erwartungshaltung und der Beziehungen zu den einzelnen<br />
Stakeholdern dar. </p>
<p>Welche Art der Kommunikation wann angebracht ist, ergibt<br />
sich vor allen aus Erfahrungswerten der einzelnen Projektmanager. Deren<br />
Erfahrungen sind demnach besonders wertvoll. Die Befragung auf Praxiserfahrung<br />
hin sowie die Schilderung von konkreten Situationen, lassen erst die Ableitung<br />
von allgemeinen Gesetzmäßigkeiten und Vorgehensweisen zu. </p>
<p>Die 2018 veröffentlichte Studie „Effective Communication Management: A Key to Stakeholder Relationship Management in Project-Based Organizations” von Prof. Kirti Rajhans zeigt auf, was genau an diesem Thema wichtig ist. Die Studie speist sich aus den Erfahrungswerten von 200 befragten Projektmanagern.</p>
<div class="wp-block-file aligncenter"><a href="https://www.projektassistenz-blog.de/wp-content/uploads/2020/02/Effective_Communication_with_Stakeholders.pdf">Studie_Effective_Communication_with_Stakeholders</a><a href="https://www.projektassistenz-blog.de/wp-content/uploads/2020/02/Effective_Communication_with_Stakeholders.pdf" class="wp-block-file__button" download>Herunterladen</a></div>
<h2 class="wp-block-heading"><strong>Zentraler Fokus auf dem Begriff der „Kommunikation“</strong></h2>
<p>Es wird nicht überraschen, dass der Begriff der<br />
Kommunikation in der Studie eine zentrale Rolle einnimmt. </p>
<p>Die Studie gibt dabei den unternehmerischen Rahmen vor, in<br />
dem sich „Kommunikation“ zu bewegen hat. Sie schlägt hierbei keine sprachliche<br />
Methodik vor. Zugegebenermaßen muss sie das als betriebswirtschaftliche<br />
Managementstudie auch nicht. Hier werden Unternehmensprozesse so allgemein<br />
skizziert, dass sie schablonenhaft für Unternehmen anwendbar bleiben können.</p>
<p>Nichtsdestotrotz sollte zumindest der Anspruch angedeutet<br />
werden, holistisch an die Problematik herangehen zu wollen. Dazu gehört die<br />
Nennung der eigentlichen Schwierigkeit, die man im Aufsatz jedoch vergeblich sucht:<br />
Die situative Wirkungskraft von Sprache auf sprachliche Akteure und die damit<br />
einhergehende Schwierigkeit der Herstellung einer langfristigen<br />
Vertrauensatmosphäre. Für deren Analyse muss in den unter Stress und<br />
Erfolgsdruck arbeitenden Projektteams erstmal Zeit bereitgestellt werden.</p>
<p>Das führt zu der Notwendigkeit eines jeden Projektmanagers,<br />
sich im Voraus grundlegende Fragen zu stellen. Diese können wie folgt lauten:</p>
<ul class="wp-block-list">
<li>Wie muss ich mit dem anderen sprechen: Welche Art von Ton, Formulierung und Körperhaltung muss ich in welcher Situation wählen? </li>
<li>Mit welcher Formulierung kann ich das größtmögliche Vertrauen schaffen?</li>
<li>Welches Informationsteil erwartet der Stakeholder auf welchem Übermittlungsweg?</li>
<li>Wie oft erwartet der Stakeholder die Informationsübermittlung und soll jede Übermittlung auf die gleiche Weise erfolgen?</li>
<li>Welche Sprechakte fallen mir besonders leicht, welche besonders schwer? Und wie wirkt sich diese Einstellung auf meinen Gesprächspartner aus? Wie spreche ich, wenn ich in Stresssituationen bin?</li>
</ul>
<p>Sind all diese Fragen für den Projektmanager geklärt, geht<br />
es um die Etablierung von Prozessen und Kontrollinstanzen, die die geeignete<br />
Art der Kommunikation für jeden einzelnen Stakeholder organisieren und aktuell<br />
halten. </p>
<figure class="wp-block-image"><img decoding="async" width="1024" height="645" src="https://www.projektassistenz-blog.de/wp-content/uploads/2020/02/Stakeholder_3-1024x645.jpg" alt="" class="wp-image-3533" srcset="https://www.projektassistenz-blog.de/wp-content/uploads/2020/02/Stakeholder_3-1024x645.jpg 1024w, https://www.projektassistenz-blog.de/wp-content/uploads/2020/02/Stakeholder_3-150x94.jpg 150w, https://www.projektassistenz-blog.de/wp-content/uploads/2020/02/Stakeholder_3-300x189.jpg 300w, https://www.projektassistenz-blog.de/wp-content/uploads/2020/02/Stakeholder_3-768x484.jpg 768w, https://www.projektassistenz-blog.de/wp-content/uploads/2020/02/Stakeholder_3.jpg 1782w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure>
<h1 class="wp-block-heading"><strong>Hauptteil</strong></h1>
<p>Die zentrale Frage, die sich jedes<br />
Stakeholder-Relationship-Management stellen muss, ist:</p>
<p>Wie wird die Kommunikation mit Stakeholdern strategisch<br />
verwertbar und statistisch auswertbar? </p>
<p>Das kann nur über die Analyse der Gespräche mit den<br />
Stakeholdern gehen, in denen Persönlichkeitsmerkmale, Einstufungen der<br />
Gesprächsführung und der Klärung der Erwartungshaltung in Erfahrung gebracht<br />
werden.</p>
<p>Damit sind wir auch bereits bei dem organisatorischen Ablauf<br />
für den Projektmanager. </p>
<h2 class="wp-block-heading"><strong>1. Schritt: Profil erstellen</strong></h2>
<p>Darüber haben wir bereits hier geschrieben: <a rel="noreferrer noopener" aria-label="Die Stakeholderanalyse – Welchen Einfluss haben Personen im Projektumfeld auf den Projekterfolg? (öffnet in neuem Tab)" href="https://www.projektassistenz-blog.de/die-stakeholderanalyse-welchen-einfluss-haben-personen-im-projektumfeld-auf-den-projekterfolg/?cn-reloaded=1" target="_blank"><strong>Die Stakeholderanalyse – Welchen Einfluss haben Personen im Projektumfeld auf den Projekterfolg?</strong></a></p>
<p>Bei einer Vielzahl an Stakeholder ist es sinnvoll, individuelle Fragebögen zu generieren, die von der entsprechenden Software dann ausgewertet werden. Das spart Zeit und etabliert einen Automatisierungsprozess.</p>
<p>Damit erstellen Sie eine Stakeholder-Datenbank, zu der aus<br />
vertraulichen Gründen nur ihr Team Zugriff hat. Die Modellierung der einzelnen<br />
Wertvorstellungen kann dann über ein sogenanntes<br />
Stakeholder-Value-Proposition-Modeling-Programm ablaufen. Diese Visualisierung<br />
kann ihnen die komplexen Interdependenzen zwischen den einzelnen Stakeholdern<br />
deutlich vor Augen führen.</p>
<h2 class="wp-block-heading"><strong>2. Schritt: Informationswege festlegen </strong></h2>
<p>Wie informieren Sie einzelne Stakeholder? Wie informieren<br />
Sie eine größere Gruppe von Stakeholdern? </p>
<p>Die Organisation des Austausches von Informationen mit<br />
Stakeholdern erfolgt über verschiedene Medien, wie Brief (ja, gibt es noch),<br />
Fax, Telefon, Internet, E-Mails oder Kurznachrichten über Messenger. Haben Sie<br />
eine entsprechende Software, über die dieser Austausch reguliert wird, können<br />
auch empfangene Kommentare, Fragen oder Informationsanforderungen von<br />
Stakeholdern dokumentiert werden.</p>
<h2 class="wp-block-heading"><strong>3. Schritt: Stakeholder-Value-Report </strong></h2>
<p>Der Stakeholder-Value-Report besteht aus Berichten mit<br />
speziellen, zielgruppenorientierten Informationen. Diese dienen zur Integration<br />
der Stakeholder-Erwartungen in die Unternehmensstrategie mitsamt dem<br />
gesammelten Stakeholder-Feedback.</p>
<p>Gleichzeitig werden Sie in das Monitoring der<br />
Unternehmensperformance miteinbezogen. Hier erfolgt die Analyse von<br />
Abweichungen und Trends. Daraufhin erfolgt die Entwicklung von strategischen<br />
Planungsszenarien und die Entscheidung über die weitere Unternehmensstrategie.</p>
<p>Bei allen Schritten gilt, dass man es mit Menschen und deren<br />
individuellen Erwartungen zu tun hat. Man muss sich dabei stets die Frage<br />
stellen, welche Art von Strategie angebracht ist. </p>
<h2 class="wp-block-heading"><strong>Strategie</strong></h2>
<p>Wie kann eine solche Strategie aussehen? Den Rahmen hierfür<br />
entnehmen wir der Studie von Prof. Rajahns. </p>
<h3 class="wp-block-heading"><strong>Phase der Projektplanung</strong></h3>
<p>a. Schaffung eines Bewusstseins für die Bedeutung des<br />
Stakeholder-Relationship-Managements und die Nutzung von Kommunikation für ein<br />
langfristiges Stakeholder-Relationship-Management auf der obersten<br />
Führungsebene, aber auch auf der Ebene des Projektleiters und aller internen<br />
Ebenen der Projektdurchführung. Ziel ist eine Kultur der zielgerichteten<br />
Kommunikation.</p>
<p>b. Erstellung eines Kommunikationsplans und einer<br />
Kommunikationsmatrix, um die Erwartungen der Interessengruppen und deren<br />
Engagement zu managen. Dabei Identifizierung aller wichtigen Interessengruppen<br />
und Vorbereitung einer Strategie, um ihre Erwartungen und Wahrnehmungen durch<br />
positive Kommunikation zu managen.</p>
<p>c. Integration von Kommunikationsinstrumenten, wie gut<br />
ausgearbeitete und klare Dokumentation, geplante Treffen mit<br />
Interessenvertretern, Berichtsformate, Informationsfluss an verschiedene<br />
interne und externe Interessenvertreter; Kommunikation als Verbindung zwischen<br />
der Projektdurchführung und der Organisationsstrategie und den<br />
Organisationszielen.</p>
<h3 class="wp-block-heading"><strong>Phase der Projektdurchführung</strong></h3>
<p>a. Einsatz von Kommunikation, um die Beteiligung der<br />
Interessengruppen während der gesamten Projektdurchführung zu steuern.</p>
<p>b. Kommunikationseffizienz zur Überwachung und Steuerung des<br />
Projekts.</p>
<p>c. Effektive interne Kommunikation für eine bessere Leistung<br />
des Projektteams.</p>
<p>d. Kommunikation als Instrument des Risikomanagements.</p>
<p>e. Kommunikation zur Erleichterung des Projektbetriebs.</p>
<p>f. Positive Kommunikation zur Vorbereitung und Unterstützung<br />
der Projektleitung in der Abwärtsbewegung, Management der Beziehungen zu den<br />
Stakeholdern.</p>
<h3 class="wp-block-heading"><strong>Projektabschlussphase (Close-Out)</strong></h3>
<p>a. Kommunikation nutzen, um den Widerstand gegen<br />
Veränderungen zu überwinden.&nbsp; </p>
<p>b. Effektive Kommunikation zum Aufbau langfristiger<br />
Beziehungen mit den Interessengruppen.</p>
<hr class="wp-block-separator"/>
<p>Das Team vom Projektassistenz-Blog schlägt vor, den Punkt a. der Projektabschlussphase gleich zu Beginn des Projekts zu implementieren. Aus der Studie von Prof. Rajahns wird leider nicht deutlich, wieso dieser Punkt an den Schluss gesetzt wurde.</p>
<h2 class="wp-block-heading"><strong>Schluss: Die Sprache</strong></h2>
<p>Die Studie von Prof. Rajhans zeigt sehr gut die Unklarheit<br />
auf, die mit dem Begriff „Kommunikation“ bis heute verbunden ist. Ich<br />
kommuniziere verbal und non-verbal. Ich kommuniziere im Alltag und im<br />
Geschäftsleben. Aber jede dieser Kommunikationsweisen ist eine andere und<br />
erfordert andere Formulierungen. Die Undifferenziertheit, mit der der Begriff<br />
Kommunikation grundsätzlich verwendet wird, lässt viele Deutungsmöglichkeiten<br />
offen, die entsprechend Raum für Missverständnis schaffen. </p>
<p>Wir teilen die Art der Kommunikation im Projekt in mehrere<br />
Sparten um die Begriffe Vertrauen und Konflikt herum ein:</p>
<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter is-resized"><img decoding="async" src="https://www.projektassistenz-blog.de/wp-content/uploads/2020/02/Sprachkriterien-1024x956.png" alt="" class="wp-image-3529" width="396" height="369" srcset="https://www.projektassistenz-blog.de/wp-content/uploads/2020/02/Sprachkriterien.png 1024w, https://www.projektassistenz-blog.de/wp-content/uploads/2020/02/Sprachkriterien-150x140.png 150w, https://www.projektassistenz-blog.de/wp-content/uploads/2020/02/Sprachkriterien-300x280.png 300w, https://www.projektassistenz-blog.de/wp-content/uploads/2020/02/Sprachkriterien-768x717.png 768w" sizes="(max-width: 396px) 100vw, 396px" /></figure>
</div>
<p>Diese 4 Sparten können und müssen weiter differenziert<br />
werden, wenn eine der Vielfalt sprachlicher Formulierungen gerecht werdende<br />
Einstufung zugunsten der Stakeholder Relation stattfinden können soll. Diese<br />
Differenzierung muss als Richtlinie und Maßstab von<br />
Kommunikationswissenschaftlern und Führungskräften in enger Zusammenarbeit<br />
erstellt werden. </p>
<p>Dass es bei unseren 4 Einstufungsvorschlägen zu<br />
Überschneidungen unter den einzelnen Einstufungen kommen kann, ist naheliegend.<br />
So kann eine Vertrauen schaffende Maßnahme bei einem Stakeholder zu einer<br />
Konflikt schürenden bei einem anderen führen. </p>
<p>Man muss im Hinterkopf behalten, dass der Sinn sprachlicher<br />
Ausdrücke kontextabhängig ist. Das bedeutet, sie sind immer eingeordnet in<br />
einen konkreten Sachverhalt, eine konkrete Situation mit konkreten Sprechern.<br />
An diesen Kontext müssen sie gebunden bleiben, sonst verlieren sie ihren<br />
ursprünglichen Sinn. Das bedeutet für das Stakeholder Relationship Management,<br />
nachdem einmal eine Vertrauensatmosphäre um den Stakeholder geschaffen wurde,<br />
muss diese auch aufrechterhalten und gepflegt werden. Der Kontext des Vertrauens<br />
der durch den sprachlichen Kontakt geschaffen wurde, muss bestehen bleiben. </p>
<p>Gleichzeitig muss man sich bewusst machen, dass menschliche<br />
Beziehung nur begrenzt zu „managen“ sind. Unberechenbarkeit ist schließlich ein<br />
fester Bestandteil menschlicher Handlungen und muss daher auch als Szenario in<br />
eine entsprechende Risiko-Management-Strategie miteingeplant werden. </p>
<hr class="wp-block-separator"/>
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<p>Der Beitrag <a href="https://www.projektassistenz-blog.de/stakeholder-relationship-management-wie-sie-effektiv-kommunizieren/">Stakeholder-Relationship-Management – Wie Sie effektiv kommunizieren</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.projektassistenz-blog.de">Projektassistenz-Blog</a>.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Vertragsmanagement: Das müssen Sie wissen</title>
		<link>https://www.projektassistenz-blog.de/vertragsmanagement-das-muessen-sie-wissen/</link>
					<comments>https://www.projektassistenz-blog.de/vertragsmanagement-das-muessen-sie-wissen/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Christoph Daniel]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 14 Nov 2018 04:55:41 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Projektassistenz]]></category>
		<category><![CDATA[Projektmanagement]]></category>
		<category><![CDATA[Aufgaben]]></category>
		<category><![CDATA[Praxis]]></category>
		<category><![CDATA[Projekt]]></category>
		<category><![CDATA[Vertragsmanagement]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://www.projektassistenz-blog.de/?p=2613</guid>

					<description><![CDATA[<p><img width="3470" height="2304" src="https://www.projektassistenz-blog.de/wp-content/uploads/2018/11/Mann_unterschreibt_Vertrag.jpg" class="attachment-post-thumbnail size-post-thumbnail wp-post-image" alt="" decoding="async" loading="lazy" srcset="https://www.projektassistenz-blog.de/wp-content/uploads/2018/11/Mann_unterschreibt_Vertrag.jpg 3470w, https://www.projektassistenz-blog.de/wp-content/uploads/2018/11/Mann_unterschreibt_Vertrag-150x100.jpg 150w, https://www.projektassistenz-blog.de/wp-content/uploads/2018/11/Mann_unterschreibt_Vertrag-300x199.jpg 300w, https://www.projektassistenz-blog.de/wp-content/uploads/2018/11/Mann_unterschreibt_Vertrag-768x510.jpg 768w, https://www.projektassistenz-blog.de/wp-content/uploads/2018/11/Mann_unterschreibt_Vertrag-1024x680.jpg 1024w" sizes="auto, (max-width: 3470px) 100vw, 3470px" /></p>
<p>Erstellung, Abschluss und Abwicklung: Das Vertragsmanagement ist ein wichtiges Aufgabengebiet des Projektmanagements. Es regelt Vereinbarungen zwischen internen und externen Stakeholdern. Doch innerhalb der Projektteams finden sich nur selten ausgebildete Rechtsexperten, die permanent zur Verfügung stehen. Einige rechtliche Grundlagen und Kenntnisse sollten Sie deshalb mitbringen.<span id="more-2613"></span></p>
<p>Laut dem <span style="text-decoration: underline"><a href="https://wirtschaftslexikon.gabler.de/definition/vertrag-49761" target="_blank" rel="noopener">Gabler Wirtschaftslexikon</a></span> ist ein Vertrag „der Musterfall der Privatautonomie in der Gesellschaft, da er auf einer freien Willensübereinstimmung von mindestens zwei Personen basiert.“ Was umständlich klingt, lässt sich für das Projektmanagement vereinfachen: Ein Vertrag regelt die <strong>Beziehungen</strong> zwischen zwei oder mehreren Parteien. Er hält fest, was von wem an wen zu <strong>leisten</strong> ist und welche <strong>Regeln</strong> dabei gelten.</p>
<p>In Projekten kommen Sie in den seltensten Fällen um das Vertragsmanagement herum. Sobald <strong>externe Partner</strong> wie Lieferanten involviert sind, werden <strong>Vereinbarungen</strong> über Verträge geschlossen. Aber auch <strong>innerhalb des Unternehmens</strong> kann die Zusammenarbeit zwischen Abteilungen über Verträge geregelt sein, zum Beispiel in einem Operational Level Agreement (OLA).</p>
<p>Als <strong>rechtlich bindendes Dokument</strong> erhöht ein Vertrag die Sicherheit aller Beteiligten, die geforderten Leistungen auch zu erhalten oder zu liefern. Eine solche Bindung sollte in jedem Fall mit externen Partnern vorhanden sein, bei internen ist die Lage anders. Hier gilt oftmals die Vertrauensbasis.</p>
<h2>Ziele des Vertragsmanagement</h2>
<p>Das Vertragsmanagement soll immer den Projektzielen dienen, indem</p>
<ul>
<li>die Verträge in einer für das Projekt dienlichen Form abgeschlossen werden und somit reibungslos zu dessen Erfolg beitragen,</li>
<li>die Bestandteile des Vertrages während der Projektdurchführung fortlaufend auf ihre Einhaltung überprüft werden, sodass keine Unsicherheiten entstehen sowie</li>
<li>jegliche Vertragsabweichungen dokumentiert werden, damit die Vertragspartner sie im Nachgang einfordern können.</li>
</ul>
<p>Der letzte Punkt kann auch ein Bestandteil des <span style="text-decoration: underline"><a href="https://www.projektassistenz-blog.de/anwendung-post-implementation-review-pir/">Post Implementation Review (PIR)</a></span> sein, mit dem wir uns im letzten Blogbeitrag auseinandergesetzt haben.</p>
<h2>Welche Vertragsformen gibt es?</h2>
<p>Jedes Projekt bedarf einer <strong>formellen Vereinbarung</strong>. Der Vertragscharakter und die damit verbundene „Strenge“ der <strong>juristischen Einhaltung</strong> ist jedoch nicht bei allen Verträgen gleich. Sie unterschieden, ob Sie einen Vertrag nur per <strong>Handschlag</strong> eingehen oder dafür ein <strong>schriftliches Dokument</strong> aufsetzen. Konkret: Schließen Sie einen Vertrag mit einem Lieferanten, so gelten andere Voraussetzungen als mit einem Arbeitskollegen.</p>
<h3>Verträge mit Externen</h3>
<ul>
<li>Der <strong>Kundenvertrag</strong> legt notwendige Parameter (Was wird erbracht? Wie teuer ist die Leistung? Zu welchem Zeitpunkt?) Er ist für alle Seiten <strong>verbindlich</strong>. Diese Form hat <strong>juristischen Charakter</strong>. Beide Vertragsseiten können ihre jeweiligen <strong>Forderungen </strong>vor Gericht einklagen.</li>
<li>Der <strong>Rahmenvertrag</strong> kommt zum Einsatz, wenn mit einem Kunden innerhalb eines Zeitraums <strong>Einzelverträge </strong>bestehen. Dafür gibt es bereits feststehende <strong>Rahmenbedingungen</strong>. Die Einzelverträge bilden gemeinsam mit dem Rahmenvertrag die juristische Grundlage der Vereinbarung.</li>
<li>Ein <strong>Beratervertrag</strong> regelt spezielle <strong>Beratungsleistungen</strong>, die Sie in bestimmten Bereichen benötigen.</li>
<li>Ein <strong>Dienstleistungsvertrag</strong> wird häufig bei der <strong>Pflege und Wartung</strong> von Anlagen abgeschlossen.</li>
</ul>
<div id="attachment_2618" style="width: 3474px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-2618" class="wp-image-2618 size-full" title="Vertragsmanagement innerhalb Projekten ist ein wichtiger Baustein für den Projekterfolg." src="https://www.projektassistenz-blog.de/wp-content/uploads/2018/11/Richter_mit_Vertrag.jpg" alt="" width="3464" height="2309" srcset="https://www.projektassistenz-blog.de/wp-content/uploads/2018/11/Richter_mit_Vertrag.jpg 3464w, https://www.projektassistenz-blog.de/wp-content/uploads/2018/11/Richter_mit_Vertrag-150x100.jpg 150w, https://www.projektassistenz-blog.de/wp-content/uploads/2018/11/Richter_mit_Vertrag-300x200.jpg 300w, https://www.projektassistenz-blog.de/wp-content/uploads/2018/11/Richter_mit_Vertrag-768x512.jpg 768w, https://www.projektassistenz-blog.de/wp-content/uploads/2018/11/Richter_mit_Vertrag-1024x683.jpg 1024w" sizes="auto, (max-width: 3464px) 100vw, 3464px" /></p>
<p id="caption-attachment-2618" class="wp-caption-text">Kein Staatsexamen notwendig: Doch um sicher zu gehen, sollte Sie wesentliche Punkte des Vertragsmanagements kennen.</p>
</div>
<h2>Phasen des Vertragsmanagement</h2>
<p>Das Vertragsmanagement durchläuft vier Phasen: Verhandlung, Abschluss, Abwicklung und Abnahme. In der <strong>Verhandlungsphase </strong>wird der Vertrag ausgearbeitet und für den Abschluss vorbereitet. Oft gibt es hier eine <strong>Absichtserklärung</strong> (Letter of Intent), der aber keinerlei oder nur eine geringe <strong>rechtliche Bindung</strong> besitzt. Seien Sie sich dessen bewusst! Grundsätzlich besteht <strong>Vertragsfreiheit</strong>. Das bedeutet, dass der Gesetzgeber es innerhalb der gesetzlichen Schranken frei zulässt, <em>was</em> vertraglich <em>wie</em> geregelt ist.</p>
<p>Der aufgesetzte Vertrag besteht nun aus einem <strong>Angebot</strong>, das die zu erbringende Leistung und ihre Gegenleistung definiert und einer <strong>Angebotsannahme</strong> der anderen Partei. Dabei muss klar und eindeutig zu erkennen sein, dass ein <strong>Rechtsbindungswille</strong> besteht. Schwammige Formulierungen, die Spielraum für Interpretationen zulassen, haben hier nichts zu suchen.</p>
<h3>Was für das Projektmanagement in dieser Phase wichtig ist:</h3>
<ul>
<li>Passen die im Vertrag vereinbarten Termine zu Ihrem Terminplan?</li>
<li>Passen Leistungen zum Projekt und dessen Arbeitspaketen?</li>
<li>Kosten und mögliche Strafen wirken sich auf Ihr Budget aus. Dies müssen Sie entsprechend berücksichtigen.</li>
<li>Stecken im Vertrag Risiken, die den Projekterfolg gefährden können?</li>
</ul>
<p>In der <strong>Abschlussphase</strong> wird das Angebot vorbehaltlos von beiden Seiten angenommen und akzeptiert. Beachten Sie, dass Angebote <strong>zeitlich befristet</strong> sein können.</p>
<p>Die <strong>Abwicklungsphase </strong>dient dazu, die <strong>Vertragserfüllung</strong> zu prüfen. Sie dokumentieren Abweichungen und reklamieren diese. Hierbei ist eine <strong>lückenlose Dokumentation</strong> von z. B. Schriftverkehr, Abnahmeprotokollen oder Gesprächsnotizen wichtig, um alle Forderungen zu verlangen. Wenn es doch zu einer <strong>Leistungsstörung</strong> kommt, müssen Sie der Vertragspartei eine angemessene <strong>Frist</strong> einräumen, um das Problem oder die Leistung zu beheben. Kommt es nicht dazu, können Sie den <strong>Schaden selbst beheben</strong> und dies in Rechnung stellen. Sie können vereinbarte <strong>Vertragsstrafen</strong> geltend machen oder auch eine <strong>Minderung</strong> verlangen und – als letzten Ausweg – den Vertrag <strong>kündigen</strong>.</p>
<h2>Zwischen internen und externen Verträgen unterscheiden</h2>
<p>In der <strong>Abnahmephase</strong> hat der Auftraggeber das Recht, den Vertragsgegenstand abgenommen zu bekommen. Die Abnahme sollte <strong>protokolliert</strong> sein und offene Punkte und Mängel dokumentieren.</p>
<p><strong>Abnahmen können stufenweise erfolgen:</strong></p>
<ul>
<li>nach Lieferung,</li>
<li>nach einem Probebetrieb,</li>
<li>vor Ablauf der Garantiefrist.</li>
</ul>
<p><strong>Bei Abnahme</strong></p>
<ul>
<li>werden Zahlungen fällig,</li>
<li>geht das Risiko bei einer Verschlechterung der Leistung auf den Auftraggeber über,</li>
<li>ebenso die Beweislast für Mängel und</li>
<li>es beginnen die Mängelhaftungsfristen.</li>
</ul>
<p>Haben Sie diese vier Phasen durchlaufen, dann ist ihr Vertrag endgültig abgeschlossen. Bedenken Sie jedoch, dass es bei Verträgen mit <strong>internen Stakeholdern</strong> oft keine solchen Ausarbeitungen gibt. Hier steht das <strong>Vertrauen</strong> im Vordergrund – schließlich arbeiten alle im selben Unternehmen oder an einem gemeinsamen Projekt.</p>
<p>Generell sei gesagt, dass <strong>Verträge in der Anfangsphase</strong> einer geschäftlichen Beziehung selten benötigt werden. Die Stimmung ist gut. Auch die Motivation ist hoch und der gute Wille, zum Erfolg zu kommen, ist groß. Je länger die <strong>Beziehung</strong> währt, desto höher ist das Risiko von <strong>Meinungsverschiedenheiten</strong> und Konflikten. Nicht selten führt das zu Streit.</p>
<p>In diesem Falle ist es gut, einen <strong>juristisch einwandfreien Vertrag</strong> zu haben. Deshalb verwenden Sie ausreichend Zeit und Mühe in die Formulierung und Verhandlung Ihrer Verträge und ziehen Sie einen Rechtsexperten hinzu. Das gehört zur Professionalität – und Sie können verhindern, dass es zu einer <strong>gerichtlichen Auseinandersetzung</strong> kommt. Denn die kostet viel Geld, Zeit und Energie. Seien Sie daher immer gesprächs- und kompromissbereit.</p>
<p><em>Sie müssen kein ausgebildeter Jurist sein, um das Vertragsmanagement in Projekten erfolgreich durchzuführen. Allerdings sollten Sie grundlegende Vorgänge und Begriffe kennen, die für den Abschluss von Verträgen und die Einforderung von Leistungen wichtig sind. Wenn Sie diese Erkenntnisse beachten, steht Ihrem Projekterfolg, zumindest von juristischer Seite, nicht mehr viel im Wege. So behalten Sie den Überblick – und alle Verträge werden wie gewünscht eingehalten. </em></p>
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