www.intelliexperts.de – In dem heutigen Blogbeitrag behandeln wir das agile Ressourcen- und Zeitmanagement im Projektmanagement. intelliExperts hat sich bereits in einem ersten Blogbeitrag vor zwei Wochen mit dem traditionellen Ressourcenmanagement beschäftigt 

1. Teil: Traditionelles Ressourcenmanagement – 21.08.19 

2. Teil: Agiles Ressourcenmanagement – 04.09.19 


Ausgangslage: 

Sie haben ein festes Budget, sie haben ein Team, sie haben einen Endtermin. Ihre Entscheidung für die Methodik, die das Projekt bestimmen soll, fällt auf: Agiles Projektmanagement.

Agiles Projektmanagement 

Agiles Projektmanagement ist ein relativ junges Instrument, um schnell und flexibel auf mögliche Störungen im Projektablauf zu reagieren. Ursprünglich stammt agiles Projektmanagement aus der Softwareentwicklung. In kurzen Planungszyklen werden Rückmeldungen und Probleme beim Erreichen von Ergebnissen abgestimmt und in die weitere Projektplanung integriert. Die intensive Zusammenarbeit und regelmäßiger Austausch in kurzen Meetings (sogenannten „Dailys“) fördern den Teamgeist und wirken wertschöpfend. 

Leitfrage: Wie werden Ressourcen bei der Kürze und Schnelligkeit der Prozesse
genau planbar ? 

Problematik 1: Schnelligkeit 

Agiles Projektmanagement soll schnelle Abläufe gewährleisten. Es ist klar, dass es hierbei als störend empfunden werden kann, wenn man sich kontinuierlich um die Ressourcen und deren Planung kümmern muss. Bei agiler Projektmethodik werden damit oftmals die Ressourcenoffenheit aus dem traditionellen Projektmanagement gegen eine relative Ergebnisoffenheit getauscht. So schreibt unser Gastautor Johann Strasser in Anbetracht eines Vergleichs zwischen traditionellen und agilen Methoden:   

Der Ressourcenbesitzer ist zugleich der Ressourcenplaner. Er nennt Liefertermine und Aufwände. Die Daten werden in das Projektplanungstool eingegeben. Aus Sicht der Projektleiter ist diese Variante die einfachere, aber sie ist wenig agil: Wenn sich im Projekt z.B. wegen Störungen oder neuen Anforderungen die Prioritäten ändern, bestehen nur wenig Möglichkeiten, die Ressourcen entsprechend umzuplanen.


https://www.projektassistenz-blog.de/ressourcen-richtig-planen-im-projektmanagement/

Leitfrage: Wer plant Ressourcen im agilen Projektmanagement? 

Der Product Owner: Planung 

Der Product Owner / Project Owner kommt oft aus dem Fachbereich. Seine Aufgaben bestehen, außer aus der Genehmigung des Projekts insgesamt und der nötigen Ressourcen darin, die genauen Anforderungen zu definieren. Er kümmert sich auch um die Stakeholder eines Projekts. Die Ressourcenplanung muss er mit dem Projektleiter absprechen. 

In unterschiedlichen angewandten Projektmethoden finden sich wechselnde Bezeichnungen für den Projektleiter. Als nachfolgendes Beispiel nehmen wir die Methode Scrum

Der Scrum-Master: Verwaltung 

Er ist Moderator, Vermittler und hält den Entwicklungsprozess aufrecht: Der Scrum Master. Seine Ziele: Maximaler Nutzen und Optimierung der Prozesse. Gleichzeitig gehört zu diesen Zielen die Überwachung der Ressourcen. Das schließt die Urlaubszeiten seines Teams genauso mit ein, wie die persönliche Auslastung innerhalb des Projektes. Der Informationsfluss mit dem Hinweis auf die nächsten Meilensteine muss ebenso gewährleistet sein, wie die Mittel die bis dahin zur Verfügung stehen.

Es hängt je nach Projekt davon ab, ob bereits eine Budget-, Zeit- und Aufwandsplanung gemacht wurde oder nicht. Dass diese jedoch essentiell für den Projekterfolg ist, wird jedem klar sein, der bereits Projekte hat scheitern sehen. 

Merke: Die Planung findet vermittels des reziproken Kommunikationsprozess zwischen Product Owner und Scrum-Master statt.

Leitfrage: Wie kann sich das Ressourcenmanagement zu mehr Agilität hin ändern oder verbessern? 

diGAP – ver.di 

In einem Ergebnispapier der Fachtagung „Agiles Arbeiten und Gesundheit – Selbstausbeutung durch Selbstorganisation?“ von 2018, wurden die Ergebnisse aus dem Projekt „Gute agile Projektarbeit in der digitalisierten Welt“ (diGAP) präsentiert.

Das von der Gewerkschaft ver.di mitfinanzierte Projekt entwickelt im Verbund mit wissenschaftlichen Partnern und Unternehmen praxistaugliche Methoden und Modelle guter agiler Projektarbeit. 

Als eine Handlungsempfehlung aus den Ergebnissen des Forschungsprojektes „diGAP“ werden die Verbesserung von Rahmenbedingungen und Organisationsformen für gute agile Projektarbeit genannt. Was bedeutet das im konkreten Fall für das agile Projektteam? 

  • Mitarbeiter müssen Werkzeuge zur Verfügung haben, um optimal über ihre Verfügbarkeit selbst informiert zu sein und andere informieren zu können (auch über längere Zeiträume hinweg).  Diese Werkzeuge bestehen in unterschiedlichen Ressourcen-Management-Software Lösungen wie im Beitrag von www.theprojectgroup.de zur generellen Ressourcenplanung dargestellt wird.
  • Schätzungen und Planungen müssen trotz Agilität ein fester Bestandteil der Projektplanung bleiben. Scrum-Master müssen Ressourcen im Auge behalten! 

Motto: Die größtmögliche Handlungsfreiheit bei der notwendigen Planung von Ressourcen. 


Haben Sie bereits Erfahrung mit Schwierigkeiten der Ressourcenplanung im agilen Projektmanagement gemacht? Teilen Sie uns Ihre Erfahrung auf Twitter unter unserem Beitrag oder in den Kommentaren mit. 

Bildquelle: ID 66699407 © Rawpixelimages | Dreamstime.com

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